Kreisdelegiertenkonferenz bestätigt die Vorsitzende Dorothea Kliche-Behnke im Amt
Auf der Kreisdelegiertenkonferenz des SPD-Kreisverbands Tübingen am Freitag, den 6. November in Tübingen wählten die Delegierten turnusgemäß einen neuen Kreisvorstand für die kommenden zwei Jahre. Als Kreisvorsitzende kandidierte erneut Dorothea Kliche-Behnke, die den Kreisverband bereits seit 2007 führt. Die Landtagskandidatin und zweifache Mutter, die als Referentin der Personalentwicklung in einem mittelständischen Unternehmen arbeitet, wurde mit über 97 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Als stellvertretende Vorsitzende stehen ihr Hendrik Bednarz, Leiter des Verkehrs- und Ordnungsamts im Landkreis Reutlingen, die langjährige Personalrätin am Uniklinikum und Kreisrätin Gabriele Class-Götz sowie der Referent im Statistischen Landesamt Dirk Eisenreich zur Seite. Als Kassier wurde der Verwaltungsbeamte Sascha Hank im Amt betätigt. Holger Simon-Denoix, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Martin Rosemann, ist weiterhin Pressesprecher des Kreisverbands. Als Beisitzer wurden in den Vorstand gewählt: Regina Bamberg, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Tübingen, der Lehramtsstudent Florian Burkhardt, der Anwenderberater bei einer Unternehmensberatung Oliver Gaedicke, die ehemalige Gymnasialrektorin und Tübinger Stadträtin Ute Leube-Dürr, die Lehrerin Maike Paduch sowie der Hotelmanager Thomas Puchan.
Felix Huby im Gespräch mit Dorothea Kliche-Behnke
Dorothea Kliche-Behnke fordert Konzentration auf menschenwürdige Flüchtlingsaufnahme statt Diskussionen über Obergrenzen
In der Debatte um die Begrenzung der Flüchtlingsaufnahme hat die SPD-Landtagskandidatin Dorothea Kliche-Behnke den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer scharf kritisiert. Dieser hatte zuvor vor dem Zusammenbruch des Aufnahmesystems gewarnt, wenn der Zustrom von Flüchtlingen anhalte.
Die Debatte über den aktuellen Flüchtlingsstrom verenge sich oft auf den Gegensatz zwischen „Wir schaffen das“ und „Das Boot ist voll“, so Kliche-Behnke. Dabei sei allein die Frage relevant, wie Deutschland das verfassungsmäßig verankerte Asylrecht praktisch umsetzen und gewährleisten könne. „Wir brauchen Haltung, Realismus und Empathie und müssen über die Bedingungen diskutieren, unter denen wir die Flüchtlingssituation gut meistern - nicht darüber, ob wir das schaffen.“ Mitgefühl für das Leid von Menschen, die bei uns Schutz suchen, dürfe nicht von der Zahl der Asylsuchenden abhängen.
SPD schlägt weitere Gebäude zur Prüfung als Unterbringungsmöglichkeit vor
Die SPD-Fraktion im Tübinger Gemeinderat will angesichts der hohen Flüchtlingszahlen weitere Gebäude in der Stadt zur Unterbringung nutzen. „Die Flüchtlinge kommen in größter Not zu uns. Eine menschenwürdige Unterbringung zu organisieren, ist eine humanitäre Verpflichtung für die ganze Gesellschaft“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Sökler. „In der momentanen Situation müssen wir jedes leerstehende Gebäude in Tübingen daraufhin überprüfen, ob es für die Unterbringung genutzt werden kann“, ergänzt die Stadträtin und SPD-Landtagskandidatin Dorothea Kliche-Behnke.
Als Prüfmöglichkeiten schlägt die SPD-Fraktion verschiedene Gebäude im Stadtgebiet vor, darunter das Zentrum Zoo, das Hauptgebäude neben der Güterhalle am Güterbahnhof sowie die ehemalige Betriebshalle der Stadtwerke am Stauwehr in der Gartenstraße und das umliegende Gelände. Auch die Turnhalle in Lustnau könnte in einer Kombilösung mit Containern auf dem Parkplatz für Sanitäranlagen für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. „Zunächst geht es um eine provisorische Unterbringung, damit alle hier ankommenden Menschen ein Dach über dem Kopf haben“, so Martin Sökler weiter.
Die SPD-Stadträtin und Landtagskandidatin Dorothea Kliche-Behnke meldet sich im Streit um bezahlbaren Wohnraum zu Wort.
Kliche-Behnke fordert, die Anstrengungen beim sozialen Wohnungsbau in Tübingen zu intensivieren, und erneuert die Forderung der SPD-Gemeinderatsfraktion Tübingen nach einer Quote für den sozialen Wohnungsbau.